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Was sind Pastellfarben?

Im Farbkreis zeichnen sich Pastellfarben durch einen hohen Anteil an Weiß aus. Sie sind weniger gesättigt als die Primär- und Sekundärfarben. Pastellfarben lassen sich untereinander gut kombinieren, sorgen für eine helle und freundliche Stimmung. Sie können jedoch auch eine fade Eintönigkeit verursachen, wenn sie in falschen Farbakzenten eingesetzt werden.

Pastellblau lässt beispielsweise Räume viel größer und voluminöser erscheinen. Auch die Textilindustrie macht sich die Eigenschaften der Pastellfarben zunutze: Modekollektionen

Pastellfarben lassen Frauen sehr feminin erscheinen

Pastellfarben lassen Frauen sehr feminin erscheinen

für Damen mit pastellfarbenen Tönen werden vor allem im Sommer geworben. Die sanften Farben lassen das weibliche Geschlecht zart und feminin wirken.

Die Pastellmalerei

Pastellfarben sind auch ein Sammelbegriff für Künstlerwerkzeuge. Sie werden häufig in Form von Pigmenten auf einen Malgrund aufgetragen, z.B. Papier, Pappe oder auch Leinwände. Der Begriff Pastell stammt von dem italienischen Wort ‘Pasta’ ab, was übersetzt ‘Teig’ heißt. Die Pigmente der Pastellfarben werden häufig mit Pastellkreiden oder Stiften vom Maler auf einen rauen Malgrund mehrmals aufgetragen, da sie sehr empfindlich sind und nur auf rauem Material haften. Die Farbe des Untergrunds beeinflusst dabei die Wirkung des Pastellgemäldes. Auf Papier bleiben Pastellfarben gut haften und können auch mehrmals miteinander verwischt und aufgetragen werden bis das Papier mit Farbpigmenten gesättigt ist. Pastellkreiden sind von unterschiedlicher Konsistenz, die von dem jeweiligen Bindemittel abhängt. Die genaue Herstellung von Pastellfarben sind nicht genau bekannt, es werden aber u.a. Harze, Kaoline und Silikate verwendet, um Pastellfarben in eine Stiftform zu pressen. Weiche Pastelle werden auch in einem Holzmantel angeboten, ähnlich wie bei wachshaltigen Buntstiften oder Graphitstifte (Bleistifte). Wichtige Vertreter der Pastellmalerei waren Michelangelo, Raphael, Jean Siméon Chardin, Maurice Quentin de La Tour, die Venezianerin Rosalba Carriera und die Französin Élisabeth Vigée-Lebrun.

Werkzeuge

Das wichtigste Arbeitsutensil beim Umgang mit Pastellen sind die Finger. Mit ihnen werden die Farbpigmente gemischt und verwischt um so spezielle Effekte wie z.B. sanfte Schattierungen zu erzeugen. Als Alternative können auch Torchons oder Estompen verwendet werden, sogenannte ‘Papierwischer’. Vor allem bei einem empfindlichen, schichtweisen Farbauftrag sollte das Pastellbild, auch bei Maltechniken mit losen Pigmenten wie Kohle oder Künstlerkreiden (z.B. Polychromos), nach der Fertigstellung mit einem Fixativ behandelt werden. Dadurch werden die Farbpigmente auf dem Malgrund fixiert und versiegelt und verhindert so ein Ablösen der Farbe auf dem Bildträger. Oft wird die Pastellmalerei mit anderen Farben wie Tempera, Gouache oder Acrylfarben kombiniert.